Lions Music Night 2019 voller Erfolg

Louis-Amstrong-Homage mit viel Herzblut

Sazerac-Swingers

Benefizkonzert: Die Sazerac Swingers und Gasttrompeter Terence Ngassa brachten mit ihrem Swing nicht nur die Festhalle Isselhorst zum Beben. Sie spülten dem Lions Club Gütersloh-Wiedenbrück auch viel Geld für soziale Projekte in der Region in die Kasse

Von Edwin Rekate - Neue Westfälische Zeitung

Das Auditorium in der ausverkauften Festhalle Isselhorst zeigte sich total hingerissen von der
atemberaubenden Dynamik der Sazerac Swingers, die New-Orleans-Jazz zum Wohlfühlen spielten. Angekündigt wurdedas diesjährige Benefizkonzert des LionsClubGütersloh-Wiedenbrück als „A Tribute To Louis Armstrong“. Dieses Motto wurde von allen Musikern besonders kreativ eingelöst, die Besucher wurden zu Ohrenzeugen, wie der Geist Satchmos ein kosmisch klingendes Update erhielt. Die sechs Sazeracs glühten zunächst vor, und als die Flammen der Begeisterung auf die zunehmend in Tanzlaune geratenen Besucherauf dem Parkett übersprangen, enterte Terrence Ngassa die Showbühne und schmetterte die coolsten Trompetensoli in die heiße Partyluft. Dazu lieferte der Kameruner aus Köln noch seine markant rauchige Stimme. Die Armstrong-Megahits „Hello Dolly“, „All Of Me“ und „Moon River“ gaben bereits im ersten Set Gelegenheit zur furiosen Rezeption.
Max Oestersötebier, virtuoser Gitarrist, Sängerund grenzüberschreitender Spiritus rector der Renaissance des klassischen Jazz, ist Kopf und Herz in einem außergewöhnlichen Team. Kontrabassist Roger Clarke-Johnson und Schlagzeuger Georg Kirschner betonieren ein solides Fundament, ihr präzises Rhythmusgefühl
stabilisiert das Gesamtgefüge. Die Tasten des Pianos poliert im Handumdrehen kein Geringerer als der Gütersloher Boogie-Woogie-Spezialist Dennis Koeckstadt. Für den kollektivenHochdruckder agilen Hornsektion zeichnen der Saxofonist Jonas Rabener und der Posaunist Lars Bechstein verantwortlich.
Nach der Pause wurden die begeisterten Partygäste an Armstrongs „Hot Five“ erinnert. „Struttin With Some Barbecue“ realisierte eine Zeitreise in das Jahr 1928, der von Louis Armstrong 1956 interpretierte Titel „Mack The Knife“ startete die ausgiebige Schlussphase des Abends, die mit „What A Wonderful World“ einen spontan gebildeten Chor im Publikum aktivierte. Den Höhepunkt markierte die Zugabe „Blueberry Hill“, in der Terrence Ngassa die magische Aura Armstrongs mit strahlendem Trompetenspiel ummantelte.
Ein finales „Oh When The Saints Go Marching In“ holte mal eben das Mardi Gras vom Mississippi an die Lutter.
„Wir haben unsere finanziellen Ziele erreicht, wir konnten dank der zahlreichen Besucher und großzügigen Sponsoren genügend Geld generieren und unsere sozialen Projekte weiter unterstützen“, erklärte Wolfgang Sonnabend, Präsident des Lions Club Gütersloh-Wiedenbrück nach der Show. Er unterstrich die Verwendung
der Gelder nach dem Prinzip „aus der Region, für die Region“ und freute sich über den zusätzlichen Genuss einer Superparty. Oder wie es Besucher Stephan aus der Sazerac-Fankurveausdrückte:„Das war ein grandioses Konzert. Das ist die unglaublichste Band der Welt. Mehr Herzblut geht nicht."